Der Frühling in den Alpen

Am zeitigsten setzt der Frühling in den südöstlichen Bereichen der Alpen ein. Hier liegen die monatlichen Durchschnittstemperaturen oft schon im Februar wieder über null Grad Celsius. Die Region verdankt dieses zeitige Frühlingserwachen den Luftmassen, die vom Mittelmeer hierher gedrängt werden. Während man anderswo im März und April noch Ski Laufen kann, beginnt im März hier schon die Wandersaison. Im April werden hier schon monatliche Durchschnittstemperaturen von mehr als zehn Grad Celsius erreicht und im Mai kann man statistisch gesehen mit etwa 15 Grad rechnen. Allerdings ist der Unterschied zwischen den Tages- und Nachttemperaturen mit einer Differenz von mehr als zehn Grad sehr deutlich zu spüren.

In der Region der im nördlichen Alpenvorland gelegenen Großstadt München werden im März etwa drei Grad und im April etwa sieben Grad Celsius im monatlichen Mittel erreicht. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen liegen hier im März und April so um die fünfzig bis sechzig Millimeter. Hier wirkt der Nordwestpassat, der kühle und feuchte Luft vom Atlantik heranbringt, die die Sonne noch nicht so schnell erwärmen kann.

Der atlantische Einfluss zeigt sich auch in den Westalpen. In der Region Lousanne beispielsweise werden im März Tagestemperaturen um die sechs Grad und im April um die zehn Grad Celsius erreicht. Die Niederschlagsneigung ist hier etwas höher als am nördlichen Alpenrand. So werden in den Monaten März und April im Schnitt Niederschlagsmengen um die siebzig Millimeter erreicht.

In den mittleren Zentralalpen ist es um diese Zeit noch ziemlich kalt. Die Tagestemperaturen liegen bis weit in den April hinein bei Minusgraden. Erst im Mai wird eine monatliche Durchschnittstemperatur von plus vier Grad Celsius erreicht. Die Niederschlagsmengen liegen in der Südschweiz beispielsweise im März und April bei über hundert Millimetern.