Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Alpen

Die Alpen werden von den Wissenschaftlern als ein wichtiger Indikator für die Auswirkungen des Klimawandels angesehen. Hier zeigt sich in einer begrenzten Region, was sich in der ganzen Welt abspielt. Jeder einzelne Aspekt des Klimawandels sorgt hier für spürbare Folgen.

Dabei trägt der Mensch sogar noch dazu bei, dass die Wandlungen in den Alpen noch schneller offensichtlich werden. Das beginnt bereits bei der immer weiter voranschreitenden touristischen Erschließung der Bergregion. Jede zusätzliche Liftstation, jedes Hotel und sogar jeder einzelne Skifahrer sorgt für eine Veränderung der Energiebilanz, die sich letztlich auf das Temperaturgefüge und damit auch auf die Menge und Wahrscheinlichkeit von Niederschlägen auswirkt. Auch die durch den Menschen verursachten Verschmutzungen tragen zur Veränderung des Klimas der Alpen bei.

Hinzu kommen die Reaktionen der Flora auf die sich bereits in kleinem Maßstab vollziehenden Veränderungen. Einerseits klettert die Baumbewuchsgrenze immer weiter nach oben und Pflanzen, die noch nie in den Alpen heimisch gewesen sind, nehmen dort neue Lebensräume in Beschlag. Andererseits fordern die vom Menschen durchgeführten Rodungen, aber auch die durch lokale Wetterereignisse verursachten Windbruchgebiete ihren Tribut, der sich vor allem auf den Wasserhaushalt der Alpen auswirkt.

Vor allem von Norden, Süden und Westen trägt der Wind Verschmutzungen mit heran. Im Osten wird es ebenfalls nicht mehr lange dauern, bis auch dort das Alpenvorland komplett industriell erschlossen worden ist. Je nach Art der Partikel können sie die Strahlungsenergie der Sonne entweder aufnehmen oder wie ein Spiegel zurück werfen. Leider herrscht kein Gleichgewicht zwischen diesen physikalischen Vorgängen, so dass die Auswirkungen auf das Klima der Alpen bereits zu spüren sind.