Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Schneehöhen

Laut den Erhebungen des Umweltbundesamtes der Bundesrepublik Deutschland sind die Schneehöhen in den letzten Jahrzehnten in den Alpen rückläufig. Das wird deshalb nicht gleich auf den ersten Blick offensichtlich, weil es immer wieder regionale Wetterereignisse gibt, bei denen es zu überdurchschnittlichen Schneehöhen kommt. Sie verfälschen auch die Ergebnisse, die sich in Form von statistischen Mittelwerten ergeben.

Bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts gab es noch viele Regionen in den Alpen, in denen regelmäßig Schneehöhen von über einem Meter gemessen worden sind. Das ist heute nur noch lokal eng begrenzt der Fall und beschränkt sich ausschließlich auf die Gipfellagen, wo winterliche Föhnwetterlagen dafür sorgen, dass es zu einem reichlichen Schneefall kommt. Eine der dafür verantwortlichen Ursachen sind die abschmelzenden Gletscher. Sie bildeten bisher einen gigantischen Wasserspeicher mit einer hohen Verdunstung. Da das Ausmaß der dadurch erzielten Verdunstung immer weiter reduziert wird, gelangen auch keine so wasserhaltigen Luftmassen mehr bis in die zentralen Massive hinein.

Andererseits ist in den Alpenrandgebieten eine verstärkte Niederschlagsneigung zu beobachten. Das hängt damit zusammen, dass die herangeführten Luftmassen auf Grund der globalen Steigerung der Temperatur mehr Feuchtigkeit mit sich führen können und andererseits eine höhere Zahl von Staubpartikeln in ihnen enthalten ist, die die Bildung von Niederschlag fördern.

Doch in den Wintersportgebieten der Alpen muss niemand Angst haben, dass er eines Tages auf dem blanken Felsen Ski fahren müsste. Die Tourismusverbände haben hier gut vorgesorgt und die großen Skiarenen mit vielen Schneekanonen bestückt. An einigen Stellen wurden zur Versorgung der Skigebiete mit einer weißen Decke sogar Stauseen angelegt, aus denen die Schneekanonen versorgt werden. Das heißt, dass sich das gesamte Bild der Alpen durch das Zutun des Menschen immer mehr verändert.