Der Klimawandel und der Einfluss auf die Temperaturen in den Alpen

Wenn man sich die Forschungen der Klimatologen genauer betrachtet, dann wird offensichtlich, dass die Temperatur in den Alpen tatsächlich ansteigt. Die im Durchschnitt kältesten Zeiträume haben die Klimatologen die Zeit um 1600, um 1700 und um 1900 ausmachen können. Als besonders warme Zeiträume wurde die Zeit um 1800, um 1950 und ab dem Beginn des 21. Jahrhunderts ausgemacht. Solche kleineren periodischen Schwankungen der Temperatur kennt man überall auf der Welt und sie werden auch durch die Veränderungen der Meeresströmungen verursacht, die man in allen Ozeanen findet.

Auffällig ist allerdings, dass die Kurve in den letzten fünf Jahrzehnten deutlich nach oben zeigt. Das wird zum Teil auch dadurch verursacht, dass um das Jahr 2100 herum ein Klimaoptimum erwartet wird. Solche Schwankungen nach oben und unten hat es in den letzten beiden Jahrtausenden bereits mehrfach gegeben, doch die Forscher gehen davon aus, dass das menschliche Wirken auf der Erde dazu beigetragen hat, dass diese Schwankungen deutlich größer ausfallen dürften.

Im Jahresmittel hat man für den Bereich der Alpen eine Steigerung der Temperatur von etwa zwei Grad im Vergleich zum Beginn des 16. Jahrhunderts ausmachen können. Besonders interessant daran ist, dass die Temperaturerhöhung bei getrennter Betrachtung der Sommer- und Wintertemperaturen unterschiedlich ausfällt. Die Steigerung der sommerlichen Temperaturen fällt dabei nicht ganz so hoch aus wie die Erhöhung der winterlichen Durchschnittstemperaturen.

Bei diesen Forschungen hat man auch herausgefunden, dass es in den vergangenen Jahrhunderten ebenfalls schnelle Temperaturänderungen in den Alpen gegeben hat. Das könnten natürlich die Skeptiker der Klimamodelle dazu verleiten, den Einfluss der Menschen auf das Klima zu verniedlichen. Eigentlich sollte es egal sein, wie sehr er zum Klimawechsel beiträgt. Der Mensch sollte in jedem Falle versuchen, den Schaden, den er der Natur der Alpen zufügt, so gering wie möglich zu halten, denn die artenreiche Flora und Fauna sind es auf jeden Fall wert, erhalten zu werden.