Das Klima der Zentralalpen

Auch bei den Zentralalpen muss man klimatisch eine Dreiteilung von Norden nach Süden vornehmen. Wen man es genau nimmt und das Alpenvorland mit einbezieht, finden sich hier sogar fünf Abstufungen beim typischen Wettergeschehen, die einige Besonderheiten aufweisen.

Das nördliche Alpenvorland ist gekennzeichnet von den nordatlantischen Einflüssen, bei denen man die durch die Intensität des Golfstroms verursachten Schwankungen immer mit einbeziehen muss. Weht dort der Wind aus Nordwest ist es im Winter mild und im Sommer angenehm kühl. Kommen die Luftmassen allerdings aus dem Nordosten kann es im Sommer extrem heiß und im Winter richtig knackend kalt werden. Die Windrichtung bestimmt hier auch die zu erwartende Niederschlagsmenge, die allerdings im Verhältnis zum mittleren Teil der Zentralalpen ohnehin stark erhöht ist. Nordostwind bringt trockene Luft und Nordwestwind bedeutet immer auch die Neigung zu Regen- oder Schneefällen. In abgemilderter Form zieht sich dieses Wettergeschehen bis in die höher gelegenen Regionen der nördlichen Zentralalpen hinein.

Der südliche Teil der Zentralalpen und das dortige Alpenvorland besitzen ein etwas ausgeglicheneres Klima. Die Winter zeigen sich deutlich milder als im Norden und die monatliche Durchschnittstemperatur zeigt nicht solche starken Schwankungen wie im nördlichen Bereich. Diese Tatsache ist den Wetteinflüssen zu verdanken, die vom Mittelmeer her kommen. Andererseits findet man hier im Sommerhalbjahr eine deutlich höhere Gewitterneigung. Insgesamt fällt hier viel Niederschlag, da die vom Mittelmeer kommenden Luftmassen eine hohe Luftfeuchtigkeit mitbringen. Das gilt sowohl für die Sommer- als auch für die Wintermonate.

Die Mittleren Zentralalpen besitzen ein regional abweichendes Klima. Hier sind kurze Sommer mit recht kühlen Höchsttemperaturen und Winter mit viel Schnee an der Tagesordnung. Dabei dringen hier die feuchten Luftmassen sowohl von Süden als auch von Westen her ein. Das die atlantischen Luftmassen so weit vordringen können, liegt daran, dass die Alpen auf Grund ihrer Entstehung durch Faltung der Erdoberfläche tiefe Längfurchen haben, die sich von den Westalpen bis hinüber zu den Ostalpen ziemlich parallel zu den Breitengraden ziehen. Hier müssen die mit Wasser angereicherten Luftmassen nur langsam aufsteigen und können einen großen Teil ihrer gespeicherten Feuchtigkeit bis weit ins Landesinnere mitnehmen.

Ein großer Vorteil der Zentralalpen ist allerdings, dass sich hier leicht eine Skiurlaub Ferienwohnung finden lässt.